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Presse     >     Pressemeldungen     >     1. Juli 2008

Die grösste Sorge bereitet den Schweizern die Work/Life Balance

Root Längenbold
1. Juli 2008

  • In den USA sind die wirtschaftlichen und finanziellen Sorgen gross
  • In der Schweiz wie auch in den meisten aufstrebenden Märkten ist das Aufrechterhalten der Work/Life Balance die grösste Sorge
  • Weltweit stellt die Wirtschaft die grösste Sorge dar

Einer von vier Konsumenten weltweit nennt die Wirtschaft als die grösste Sorge in den nächsten sechs Monaten. Die Sorge um eine gesunde Work/Life Balance tritt als „grösste Angst“, noch vor der Sorge um die Jobsicherheit hervor. Dies zeigt die globale Online Konsumentenbefragung von The Nielsen Company, welche zweimal jährlich in 51 Ländern weltweit durchgeführt wird.

„Während die Wirtschaftslage für die weltweiten Internetbenutzer schon immer eine Hauptsorge darstellte, war es sehr überraschend, dass die Work/Life Balance sich zur zweitgrössten Sorge weltweit entwickelte und damit vor den Sorgen „Jobsicherheit“ und „Gesundheit“ liegt,” sagt Marco Bischof, Director Marketing & Communications, ACNielsen Schweiz, The Nielsen Company.

In vielen Ländern, zum Teil auch in boomenden, aufstrebenden Märkten in Ost-Europa, dem mittleren Osten und Asien, wird die Work/Life Balance als Hauptsorge in den nächsten sechs Monaten genannt. Auch in der Schweiz wird die Work/Life Balance mit 22% am häufigsten als Sorge genannt, gefolgt von „Gesundheit“ mit 21% und „Erziehung und Wohlergehen der Kinder“ mit 19%. Weitere wichtige Ängste stellen in der Schweiz die globale Erderwärmung gefolgt von der Wirtschaft und der Jobsicherheit dar.

Andere Länder, andere Sorgen

Die Ängste der Konsumenten unterscheiden sich signifikant in den verschiedenen Regionen weltweit:

Nordamerika:   Wirtschaft, Schulden, Fähigkeit die Pension zu finanzieren, Krieg
Lateinamerika: Jobsicherheit, Ausbildung und Wohlstand der Kinder, Kriminalität
Asien-Pazifik: Work/Life Balance, Gesundheit, Wohlstand und Glück der Eltern
Europa:    Globale Erderwärmung, Immigration
Mittlerer Osten und
Afrika: 
Politische Stabilität, Terrorismus

Auch in den deutschsprachigen Ländern sind die Sorgen nicht dieselben:

Deutschland:   Wirtschaft, Jobsicherheit, Gesundheit
Österreich: Wirtschaft, Gesundheit, Schulden
Schweiz: Work/Life Balance, Gesundheit, Erziehung und Wohlergehen der Kinder

“Wenn wir die Sorgen der Konsumenten weltweit betrachten, spielen Lifestyle und kulturelle Werte eine bedeutende Rolle wie die Konsumenten die Sorgen und Prioritäten im Leben rangieren” sagt Bischof.

Für Nordamerikaner stellt die Wirtschaft die grösste Sorge dar.

Die berühmte Verschwendernatur und Kreditkultur der Nordamerikaner hatte in den letzten Jahren ihren Preis in der Wirtschaft. Die “Einkaufen bis zum Umfallen-Mentalität" der nordamerikanischen Konsumenten hat zu einem Kredit-Albtraum und einer Währungsschwächung geführt. Keine Überraschung, dass einer von drei (33%) Nordamerikanern im Mai 2008 sagte, dass die Wirtschaft in den nächsten 6 Monaten ihre grösste Sorge darstelle. Auch betreffend den Sorgen „Schulden“, „Altersvorsorge“ und „Krieg“, z.B. im Irak, übertreffen die Nordamerikaner die anderen Regionen. Diese Empfindungen spiegeln auch die Resultate der globalen Online-Befragung “Consumer Confidence” vom Mai 2008 wider. In dieser Befragung antwortete einer von vier US Konsumenten, er habe, nach Deckung der Lebenshaltungskosten, kein Geld übrig. 41 Prozent erwähnten, dass sie das restliche Geld zur Rückzahlung von Schulden brauchen.

Auch 20% der Konsumenten in den Regionen Asien-Pazifik und EEMEA zitierten die Wirtschaft als grösste Sorge in den nächsten 6 Monaten. 15% der Europäer und 11% der Lateinamerikaner schliessen sich dem an. Über ein Drittel der Konsumenten aus Hong Kong und den USA (35%) führten das globale Ranking bezüglich “Wirtschaft als grösste Sorge” an, nahe gefolgt von den osteuropäischen Ländern wie Lettland und Litauen (34%), wo Konsumenten im Moment mit galoppierender Inflation ringen. Im Falle einer Wirtschaftskrise wäre Inflation die Sorge Nummer eins von über 80% der Letten und Litauer. Für die Schweizer wäre in diesem Falle die Arbeitslosigkeit (61%) die grösste Sorge, an zweiter Stelle läge die Inflation (41%).

Die Sorge um die Wirtschaft liegt in der Schweiz an fünfter Stelle. Nur 9% nennen die Wirtschaft als Hauptsorge in den nächsten sechs Monaten. 17% nennen die Wirtschaft als grösste oder zweitgrösste Sorge. Bei der Online-Befragung „Consumer Confidence“ antworteten dann auch nur 15% der Schweizer, sie haben nach Deckung der Lebenshaltungskosten kein Geld übrig. 22% antworteten, dass Sie das Geld brauchen, um Schulden zurückzuzahlen.

Work/Life Balance bereitet mehr Sorge als Wirtschaft

In vielen Ländern in Asien Pazifik wurde die Sorge “Work/Life Balance” ebenso häufig oder häufiger genannt als die Sorge um die Wirtschaft. “Die sich schnell entwickelnden, boomenden Wirtschaften aus aufstrebenden asiatischen Ländern liessen in der vergangenen Dekade viele Konsumenten ihr Lebenstempo überdenken. Volle Terminkalender haben das Leben der jungen Asiaten in den letzten zwei Dekaden dominiert. Viele bezahlen nun den Preis für die fordernden Lebensstile in der Vergangenheit. Eine ganze Generation von Konsumenten in aufstrebenden Ländern suchen nun nach nachhaltigen und gesunden Work/Life Balances,” beobachtete Bischof.

Neun der Top 10 Länder weltweit, welche die Work/Life Balance als die grösste Sorge nannten, kommen aus aufstrebenden Märkten in Asien, Lateinamerika und dem mittleren Osten. In 13 Märkten weltweit, nannten Konsumenten die Work/Life Balance als die grösste Sorge in den nächsten sechs Monaten, angeführt von Indonesiern (24%), Brasilianern, Chinesen, und Philippinern (22%).

Die Schweizer liegen bezüglich Work/Life Balance in Europa auf dem achten Rang. Für Österreich und Deutschland scheint die Work/Life Balance weniger ein Thema zu sein, die beiden Länder bilden in Europa die Schlusslichter.

Globale Erderwärmung und Immigration sind für Europäer Besorgnis erregend

Europäer sind am meisten besorgt um die globale Erderwärmung (4%) und Immigration (3%). Konsumenten aus England führten das globale Ranking bezüglich “Immigration als grösste Sorge in den nächsten sechs Monaten” an. Mit 12% Italienern, welche Kriminalität als Hauptsorge in den nächsten 6 Monaten bezeichnen, liegt Italien unter den ersten fünf bezüglich Sorge um Kriminalität. Die Schweiz liegt in Europa an erster Stelle bezüglich Sorge um die globale Erderwärmung. Dies zeigt auch wie sehr Schweizer auf dieses Thema sensibilisiert sind. Kriminalität sehen die Schweizer als kleineres Problem, 5% der Schweizer nennen dies als Hauptsorge. Auch Immigration scheint für Schweizer weniger ein Problemthema zu sein.

Abbildung 1:

Abbildung 2:

Abbildung 3:

Zur Studie
Die globale Nielsen Online Konsumentenstudie, durchgeführt von Nielsen Customized Research, befragt über 28’000 Internetbenutzer in mehr als 50 Ländern weltweit. Die Studie erfasst das Vertrauen in die Zukunft der Wirtschaft, untersucht das Ausgabe- und Sparverhalten und identifiziert Hauptsorgen der Befragten.

Über ACNielsen
ACNielsen, ein Unternehmen von „The Nielsen Company“, ist das weltweit führende Marketing-Informationsunternehmen. In über 100 Ländern erfasst und analysiert ACNielsen Marktentwicklungen, Verbrauchereinstellungen und Verbraucherverhalten. Kunden bauen auf die Marktbeobachtung, die Analyse-Instrumente und die professionelle Beratung von ACNielsen, wenn es um die Erschliessung neuer Geschäftsmöglichkeiten, die Maximierung der Effizienz ihrer Marketing- und Verkaufskampagnen oder um Wettbewerbsanalyse geht. Weitere Informationen finden Sie unter www.acnielsen.ch.

Über The Nielsen Company
The Nielsen Company ist ein globales Informations- und Medienunternehmen mit führenden Marktpositionen und anerkannten Marken in den Bereichen Marketing Information (ACNielsen), Media Information (Nielsen Media Research), Online Forschung (NetRatings und BuzzMetrics), Mobile Measurement, Fachmessen und Business Publications (Billboard, The Hollywood Reporter, Adweek).The Nielsen Company befindet sich in Privatbesitz und ist in mehr als 100 Ländern aktiv. Die Zentralen befinden sich in Haarlem (Niederlande) und New York (USA). Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.nielsen.com.

Medienkontakt:
Patrizia Schurr
Communications Executive
The Nielsen Company
D4 Park 6
6039 Root Längenbold
Tel.: +41 41 445 62 52
Fax: +41 41 445 65 52
patrizia.schurr@nielsen.com


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