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Buchrain
07. April
2005
• Toyota weltweit Nummer 1, aber Europäer ziehen einheimische Autobauer vor
• Jeder vierte Verbraucher in Europa plant 2005 einen Neuwagenkauf
• Europäer achten in erster Linie auf Sicherheit und Design
Auch wenn Toyota aus globaler Sicht die Konkurrenz dominiert, beherrschen in Europa einheimische Hersteller ihre jeweiligen nationalen Märkte. So ist Volkswagen - bei Konsumenten mit Kaufabsicht - die bevorzugte Marke in Belgien, Deutschland, Österreich, Portugal und Schweden, während Fiat in Italien bzw. Citroën und Peugeot in Frankreich unangefochten an der Spitze stehen. Diese Ergebnisse der Untersuchung des derzeitigen Autobesitzes und der Kaufabsichten europäischer Konsumenten stammen aus einer Online-Verbraucherstudie von ACNielsen, bei der mehr als 14.000 Internetnutzer in 28 Ländern in Asien-Pazifik, Europa (exkl. Schweiz) und den USA befragt wurden.
24 Prozent der europäischen Verbraucher planen 2005 einen Neuwagenkauf
Wie die Studie belegt, planen zwar 34 Prozent der Italiener, 32 Prozent der Franzosen, 30 Prozent der Spanier, aber nur 22 Prozent der Deutschen und 20 Prozent der Österreicher in diesem Jahr die Anschaffung eines neuen Autos, in erster Linie als Ersatz für ihre derzeitigen Fahrzeuge. Die geringste Anschaffungsneigung besteht in Europa bei den Dänen mit 17 Prozent.
“Volkswagen ist zwar gegenwärtig bei der Anschaffungsneigung die führende Automarke in Europa und liegt im internationalen Herstellervergleich auf Platz drei, sieht sich aber wachsendem Druck durch Peugeot, Toyota und Ford ausgesetzt, die bei Südeuropäern hoch in der Gunst stehen, wenn es um die Anschaffung eines Neuwagens in naher Zukunft geht” so Frank Martell, President von ACNielsen Europe.
Während in den USA und Asien auf die Frage, welches Auto in den kommenden zwölf Monaten angeschafft wird, die SUVs (Geländewagen) und Allradfahrzeuge mit 36 Prozent bzw. 19 Prozent bevorzugt werden, herrscht in Europa ein gänzlich anderer Trend. So machen in Europa hohe Kraftstoffpreise SUVs und Allradfahrzeuge weniger attraktiv. Hier wird sich nahezu die Hälfte der Verbraucher beim nächsten Autokauf für sparsamere Limousinen und Fliesshecks entscheiden.
Massgebliche Entscheidungsparameter
Global achten Verbraucher bei der Entscheidung für ein bestimmtes Auto einhellig in erster Linie auf den Preis. Europäer legen jedoch darüber hinaus grossen Wert auf Sicherheit und Design. Diese beiden Kriterien rangieren noch vor der Motorleistung, die für Fahrer in Amerika und Asien oberste Priorität hat. “Autowerbung, die zu sehr auf Prestige und Image ausge-richtet ist und keine Optionen in Bezug auf Preis, Leistung und Sicherheit bietet, läuft unter Umständen Gefahr, ihre Hauptzielgruppe zu verfehlen,” resümiert Martell.
Perspektiven für den Autoabsatz
Aus den Umfrageergebnissen leiteten Automobilexperten bei ACNielsen einen "Kaufwunsch-Index" (Aspiration Index - AI) ab. Damit wird gemessen, wie sich die derzeitigen Besitzer-zahlen und die Kaufabsichten im Verhältnis zueinander entwickeln (vgl. Tabelle am Ende des Textes), und so die Länder mit einem hohen künftigen Bedarf ermittelt. Im Zuge der Unter-suchungen wurden signifikante Unterschiede zwischen den Märkten und den gewünschten Fahrzeugtypen sowie die Faktoren, die diese Entscheidungen beeinflussen, ermittelt.
China rangiert im Hinblick auf die Zahl der Autobesitzer zwar derzeit auf einem der hinteren Plätze, hegt jedoch laut Umfrage bei den Kaufabsichten die grössten Ambitionen, auch wenn die potenziellen Kunden nur einen kleinen Teil der Bevölkerung ausmachen.
“Die Nachfrage auf dem chinesischen Automobilmarkt schwächte sich 2004 leicht ab und pendelte sich vorübergehend ein. Allerdings wird 2005 mit einem erneuten Anstieg gerechnet, da sich China vergleichsweise schnell von einem unterentwickelten Markt mit begrenzter Marken-/Modellauswahl in einen reifen Ersatzbedarfsmarkt mit verschärftem Wettbewerb wandeln dürfte”, erläutert Frank Martell.
Die Tatsache, dass drei der bevölkerungsreichsten Länder der Erde den Aspiration Index von ACNielsen anführen, macht deutlich, dass das Streben der Verbraucher nach einem eigenen fahrbaren Untersatz den künftigen Absatz weltweit beflügeln wird, wenn sich die Verbraucher ein Auto leisten und damit ihren Kaufwunsch erfüllen können.
Im Gegensatz dazu ergab die Untersuchung einen niedrigen Aspiration Index für die USA, viele nordeuropäische Länder und Japan. Dieses Ergebnis ist Ausdruck dafür, dass es bereits mehr Fahrzeughalter gibt und die Wachstumsmöglichkeiten eingeschränkt sind. Während in Hongkong die Zahl der Autobesitzer gegenwärtig sehr niedrig ist, haben interessanterweise dort und in Japan im weltweiten Vergleich die wenigsten Einwohner die Absicht, sich ein neues Auto anzuschaffen.
| Hoch (AI > 60%) |
Mittel (AI 30-60%) |
Niedrig (AI < 30%) |
China
Indonesien
Indien
Thailand
Korea
Hongkong
Philippinen |
Malaysia
Singapur
Taiwan
Spanien
Australien
Frankreich
Italien
Grossbritannien
Belgien
Portugal
Neuseeland |
Deutschland
Österreich
USA
Schweden
Norwegen
Niederlande
Finnland
Dänemark
Japan |
Tabelle 1: ACNielsen "Aspiration Index" ("Kaufwunsch-Index") für
zukünftige Anschaffungen von Kraftfahrzeugen
Welche Automobilmarke werden Sie in den nächsten 12 Monaten kaufen? Europaweite Ergebnisse auf Basis der ACNielsen ,Consumer Confidence Survey'
| Automarke |
Prozentsatz |
| Volkswagen |
11%
|
| Peugeot |
10% |
| Sonstige |
8% |
| Renault |
7% |
| Toyota |
7% |
| Ford |
7% |
| BMW |
6% |
| Audi |
6% |
| Fiat/Seat |
4% |
| Mercedes Benz |
4% |
| Citroen |
4% |
| Holden/Opel/Vauxhall |
4% |
| Volvo |
4% |
| Nissan |
3% |
| Mazda |
2% |
| Honda |
2% |
| Alfa Romeo |
2% |
| Saab |
1% |
| Chrysler |
1% |
| Hyundai |
1% |
| Mini |
1% |
| Kia |
1% |
| Mitsubishi |
1% |
| Land Rover |
1% |
| Lancia |
1% |
| Daewoo |
1% |
| Chevrolet |
1% |
Basis für die Automarkentabelle sind 1.579 europäische Befragte, die in den nächsten 12 Monaten (ab Oktober 2004) sich ein KfZ anschaffen wollen.
Zur Methodik der Studie: Basis für die Daten ist eine ,Consumer Confidence Survey', für die ACNielsen im Oktober 2004 via Internet 14.000 Verbraucher in den USA und 27 weiteren Ländern in Europa (exkl. Schweiz) und der Region Asien/Pazifik befragt hat. Ausnahme ist Vietnam. Dort wurden Face-to-Face-Interviews durchgeführt.
Über ACNielsen
ACNielsen, ein Unternehmen der VNU-Gruppe, ist das weltweit führende Marketing-Informationsunternehmen. In über 100 Ländern erfasst und analysiert ACNielsen Marktentwicklungen, Verbrauchereinstellungen und Verbraucherverhalten. Kunden bauen auf die Marktbeobachtung, die Analyse-Instrumente und die professionelle Beratung von ACNielsen wenn es um die Erschliessung neuer Geschäftsmöglichkeiten, die Maximierung der Effizienz ihrer Marketing- und Verkaufskampagnen oder um Wettbewerbsanalyse geht.
Zu den Hauptkunden von ACNielsen zählen weltweit Handelsunternehmen, Markenartikelhersteller und das Dienstleistungsgewerbe. Unternehmensinhaber, Geschäftsführer, Marketing-Manager, Marktforscher und Analysten, Produktentwickler, Produktmanager, Vertriebsleiter, Experten für Handelsbeziehungen sowie Einkäufer und Category Manager nutzen die Dienste von ACNielsen.
Zum Produkt- und Service-Angebot von ACNielsen Schweiz mit Sitz in Buchrain zählen das scanningbasierte Handelspanel MarketTrack, das Haushaltspanel Homescan™, Modeling & Analytical Services, Business Systems und Management Informationssysteme, Merchandising Services sowie Beratung in Category Management Prozessen. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.acnielsen.com oder www.acnielsen.ch.
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VNU ist ein globales Informations- und Medienunternehmen mit führenden Marktpositionen und anerkannten Marken in den Bereichen Marketing-Information (ACNielsen), Medienforschung und -information (Nielsen Media Research) sowie Business Information (Billboard, The Hollywood Reporter, Computing, Intermediair). VNU ist in mehr als 100 Ländern aktiv, mit Zentralen in Haarlem (Niederlande) und New York (USA). Im Jahr 2004 erwirtschaftete der Konzern mit 38.000 Beschäftigten einen Gesamtumsatz in Höhe von 3,8 Mrd. Euro. VNU ist an der Amsterdamer Euronext-Börse unter dem Kürzel VNU notiert. Weitere Informationen finden Sie auf der VNU-Website: www.vnu.com
Medienkontakt ACNielsen:
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