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• Gründe gegen den Kauf von „Gesundheitskost“ sind der Preis sowie die geringe
Glaubwürdigkeit
• Vor allem der fehlende Glaube, dass die Produkte gesundheitsfördernd sind, ist in der
Schweiz ausgeprägt
• Viele Schweizer kaufen Biolebensmittel, um die Umwelt und die Tiere zu schützen
Buchrain
29. November
2005
Welch besondere Vorteile Biokost und „mit Gesundheitszusätzen angereicherte“ Lebensmittel (Functional Food) bieten sollen, ist den meisten Verbrauchern nicht klar. Zu diesem Ergebnis kommt ACNielsen, führender Anbieter von Verbraucher- und Marketinginformationen, in einer aktuellen Studie.
Functional Food: Akzeptanz und Bekanntheit ausbaufähig
Im Rahmen der global durchgeführten Studie wurden Verbraucher gebeten, aus einer Liste von Functional-Food-Produkten, also von Lebensmitteln mit spezifischen Gesundheitsversprechen, diejenigen auszuwählen, die sie regelmäßig kaufen (siehe Abbildung 1).
Die Schweiz liegt bei allen Produkten in der Nähe des europäischen Durchschnitts. Klar über dem Durchschnitt liegt die Schweiz bei jodiertem Speisesalz. In Europa kaufen dieses 30 Prozent der Befragten. In der Schweiz sind es 43 Prozent. Auch bei „mit Folsäure angereicherten Cerealien“ liegt die Schweiz über dem europäischen Schnitt.
Unter dem europäischen Durchschnitt liegt die Schweiz bei acht von zehn Produkten. So zum Beispiel bei „probiotischen Joghurtprodukten“, bei „ballaststoffreichen Vollkornprodukten“ sowie bei „mit Ergänzungsmitteln/Vitaminen angereicherten Fruchtsäften“.
Beispiel „Cholesterinsenkende Speiseöle und Margarinen“:
Während 23 Prozent der befragten Schweizer regelmäßig zugreifen, kaufen 34 Prozent niemals derartige Produkte. Als Begründung bei den Nichtkäufern geben 50 Prozent an, dass sie nicht an die zusätzlichen gesundheitsfördernden Eigenschaften glauben (Global: 38 Prozent). (siehe Abbildung 2).
Beispiel „mit Ergänzungsmitteln oder Vitaminen angereicherte Milch“:
Hierzulande wird diese Milch von gerade einmal acht Prozent der Befragten regelmäßig gekauft (Global: 19 Prozent, Europa 11 Prozent). Ganze 62 Prozent der interviewten Schweizer hingegen kaufen niemals derartige Milchprodukte, was weltweit den achten Platz der Nichtkäufer bedeutet. Mit 77 Prozent Nichtkäufern führen die Britten diese Liste an. Hauptsächlich fehlt den befragten Schweizern der Glaube an die zusätzliche gesundheitsfördernde Wirkung (52 Prozent). Ein weiterer, häufig angegebener Grund für den Nichtkauf ist „Die Produkte sind zu teuer“(siehe Abbildung 2).
„Unsere Ergebnisse zeigen, dass niedrige Glaubwürdigkeit für den Verbraucher eine echte Hürde darstellt, die den Erwerb funktioneller (mit Gesundheitszusätzen angereicherten) Lebensmittel komplett verhindern kann“, kommentiert Bernd Fletschok, Managing Director ACNielsen Schweiz.
So glauben weltweit durchschnittlich ein Drittel der Konsumenten nicht daran, dass Functional Food wirklich die Gesundheitsvorteile bietet, mit denen seine Anbieter werben. Während in Asien-Pazifik, Europa und Südafrika vor allem am Nutzen von angereicherten Fruchtsäften gezweifelt wird, sind es in Nord- und Lateinamerika cholesterinsenkende Produkte, welche Misstrauen auslösen.
Biokost - „Gesund für uns und unsere Kinder“
Bei Biolebensmitteln, einer ganz anderen Art von Gesundheitskost, stellt sich die Situation ein wenig anders dar. Biologisch erzeugte Lebensmittel werden überall auf der Welt überwiegend aus Gesundheitsgründen gekauft. Mehr als zwei Drittel der Befragten sind der Ansicht, Biokost sei im Vergleich zu anderen Nahrungsmitteln gesünder für sie und ihre Kinder. Besonders ausgeprägt ist diese Ansicht in der Region Asien-Pazifik.
Für Europäer sprechen unterschiedliche Gründe für den Erwerb von Bio-Nahrung: 19 Prozent sind der Meinung, Biokost sei umweltverträglicher, und zwölf Prozent nennen den Tierschutz als wichtigstes Argument für Bio-Produkte. In den übrigen Regionen spielen diese beiden Faktoren bei der Kaufentscheidung eine weitaus geringere Rolle. Für die Schweizer sind der Umwelt- und der Tierschutz (27 Prozent resp. 20 Prozent) noch wichtiger als im europäischen Durchschnitt. Für 32 Prozent der befragten Schweizer steht beim Einkauf von Bio-Produkten die eigene Gesundheit im Mittelpunkt und für 8 Prozent die Gesundheit der eigenen Kinder. (siehe Abbildung 3).
Danach gefragt, was sie am ehesten am Erwerb der Bio-Alternativen hindert, nannten über 40 Prozent der Befragten in Europa und Nordamerika und 37 Prozent in Asien-Pazifik die hohen Preise. In der Schweiz ist für 50 Prozent der Nichtkäufer der hohe Preis das ausschlaggebende Argument. Weitere 18 Prozent der Schweizer Kaufverweigerer sind nicht davon überzeugt, dass die mit „Bio“ bezeichneten Produkte wirklich so hergestellt werden, wie behauptet wird. In Lateinamerika und Südafrika gilt die Verfügbarkeit als größtes Problem, während in der Schweiz gerade einmal fünf Prozent dieses Argument anführen. Allerdings landet im internationalen Vergleich die mangelnde Verfügbarkeit in der Liste der größten Hürden für den Kauf von Biokost noch vor der niedrigen Glaubwürdigkeit.
In der Gruppe der Nichtkäufer ist man sich darüber einig, dass Bioprodukte meist vergleichsweise teuer sind. „Hier eröffnet sich den Anbietern die Chance, ihre Lebensmittel so zu positionieren, dass die Glaubwürdigkeit stimmt und der Preis kein unüberwindbares Hindernis darstellt“, sagt Fletschok.
Zur Methode:
Bei der weltweit durchgeführten Studie von ACNielsen zum Verbraucherverhalten handelt es sich um eine zweimal pro Jahr durchgeführte Online-Verbraucherstudie, bei der regelmäßige Internetnutzer weltweit zu ihren Meinungen und Präferenzen sowie zu ihrem Konsum von Medien, Produkten und Dienstleistungen über verschiedene Märkte hinweg befragt werden. Die weltweite Online-Befragung ist die größte Studie dieser Art. In insgesamt 38 Ländermärkten in Europa, Asien-Pazifik, Nordamerika, Lateinamerika und Südafrika (siehe Tabelle) wurden über 21.100 Verbraucher befragt.
Die Online-Studie wurde in folgenden 38 Ländern durchgeführt:
Nordamerika |
Europa |
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Asien-Pazifik |
Kanada |
Belgien |
Schweden |
Australien |
USA |
Dänemark |
Schweiz |
China |
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Deutschland |
Spanien |
Hongkong |
Lateinamerika |
Finnland |
Türkei |
Indien |
Brasilien |
Frankreich |
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Indonesien |
Chile |
Griechenland |
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Japan |
Mexiko |
Großbritannien |
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Korea |
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Irland |
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Malaysia |
Schwellenmärkte |
Italien |
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Neuseeland |
Polen |
Niederlande |
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Philippinen |
Russland |
Norwegen |
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Singapur |
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Österreich |
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Taiwan |
Südafrika |
Portugal |
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Thailand |
Abbildung 1:
Abbildung 2:
Abbildung 3:
Über ACNielsen
ACNielsen, ein Unternehmen der VNU-Gruppe, ist das weltweit führende Marketing-Informationsunternehmen. In über 100 Ländern erfasst und analysiert ACNielsen Marktentwicklungen, Verbrauchereinstellungen und Verbraucherverhalten. Kunden bauen auf die Marktbeobachtung, die Analyse-Instrumente und die professionelle Beratung von ACNielsen wenn es um die Erschliessung neuer Geschäftsmöglichkeiten, die Maximierung der Effizienz ihrer Marketing- und Verkaufskampagnen oder um Wettbewerbsanalyse geht.
Zu den Hauptkunden von ACNielsen zählen weltweit Handelsunternehmen, Markenartikelhersteller und das Dienstleistungsgewerbe. Unternehmensinhaber, Geschäftsführer, Marketing-Manager, Marktforscher und Analysten, Produktentwickler, Produktmanager, Vertriebsleiter, Experten für Handelsbeziehungen sowie Einkäufer und Category Manager nutzen die Dienste von ACNielsen.
Zum Produkt- und Service-Angebot von ACNielsen Schweiz mit Sitz in Buchrain zählen das scanningbasierte Handelspanel MarketTrack, das Haushaltspanel Homescan™, Modeling & Analytical Services, Decision Support und Management Informationssysteme, Merchandising Services sowie Beratung in Category Management Prozessen. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.acnielsen.com oder www.acnielsen.ch.
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VNU ist ein globales Informations- und Medienunternehmen mit führenden Marktpositionen und anerkannten Marken in den Bereichen Marketing-Information (ACNielsen), Medienforschung und -information (Nielsen Media Research) sowie Business Information (Billboard, The Hollywood Reporter, Computing, Intermediair). VNU ist in mehr als 100 Ländern aktiv, mit Zentralen in Haarlem (Niederlande) und New York (USA). Im Jahr 2004 erwirtschaftete der Konzern mit 38.000 Beschäftigten einen Gesamtumsatz in Höhe von 3,8 Mrd. Euro. VNU ist an der Amsterdamer Euronext-Börse unter dem Kürzel VNU notiert. Weitere Informationen finden Sie auf der VNU-Website: www.vnu.com
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