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Presse     >     Pressemeldungen     >     30. Januar 2006

Das frei verfügbare Einkommen wird weltweit am häufigsten für Spareinlagen verwendet – die regionalen Unterschiede sind groß

Buchrain
30. Januar 2006

• Konsumenten in Asien/Pazifik sind laut Selbsteinschätzung die eifrigsten Sparer
• In Nordamerika werden am meisten Schulden abbezahlt
• Lateinamerikaner sind an der Spitze bei Freizeitaktivitäten trotz Kreditrückzahlung
• In Europa sind Freizeitaktivitäten und Kleidung am wichtigsten, aber auch Urlaub/Reisen und Umbauen/Wohnen sind wichtig
• Schweizer stecken Geld in Freizeitaktivitäten und Reisen. Abzahlen von Krediten, Altervorsorge und Investitionen in Aktien haben einen vergleichsweise geringen Stellenwert.

Befragt nach der Verwendung ihres frei verfügbaren Einkommens nach Deckung der Lebenshaltungskosten antworten die Konsumenten je nach Region ganz unterschiedlich. Global betrachtet gibt über ein Drittel (40%) aller Konsumenten ihr Geld für Spareinlagen oder für Freizeitaktivitäten (36%) aus (siehe Abbildung 1).
Die von ACNielsen zweimal pro Jahr über das Internet durchgeführte Befragung zum Verbrauchervertrauen – die größte weltweit erhobene Studie dieser Art – erfasst unter anderem auch das Ausgabeverhalten der Konsumenten laut eigener Einschätzung. Die genaue Fragestellung lautete dabei “Abgesehen von der Deckung Ihrer Lebenshaltungskosten, wofür geben Sie am ehesten Ihr Geld aus?“ (Mehrfachnennungen möglich). Während der im November 2005 durchgeführten Befragung wurden Antworten von mehr als 21.100 Konsumenten aus 38 Ländern in Europa, Asien/Pazifik, Nordamerika, Lateinamerika und den Emerging Markets gesammelt und analysiert.

Die Regionalen Unterschiede – Nordamerika bezahlt Schulden, Asiaten sparen, Lateinamerika genießt trotz Schulden die Freizeit.
Regional recht unterschiedlich sind die Antworten der Konsumenten, wie sie nach Deckung der Grundbedürfnisse ihr Geld auszugeben denken (siehe Abbildung 2).
„Die Ergebnisse der Studie spiegeln sehr deutlich die unterschiedlichen Entwicklungsstadien der einzelnen Länder, aber auch die nationalen Vorlieben und den Stand der Sozialversicherungssysteme wieder“, kommentiert Bernd Fletschok, Managing Director ACNielsen Schweiz die globalen Ergebnisse.

Die Nordamerikaner werden ihrem Ruf als eifrige Kreditnehmer gerecht und planen das meiste Geld (47%) in das Abzahlen von Krediten zu stecken. Ein hoher Prozentsatz der Nordamerikaner – nämlich 21%, das ist global betrachtet der höchste Wert - sagt überhaupt, dass er kein Geld für Ausgaben übrig hat. Demzufolge bleiben in Nordamerika auch alle anderen Faktoren unter dem globalen Schnitt.

Die Konsumenten in Lateinamerika wiederum geben zwar ebenfalls zu über 40% an, dass sie planen Kredite abzuzahlen, gleichzeitig geben jedoch 51%, der weltweit höchste Wert, der Befragten Freizeitaktivitäten und Ausgehen als wesentlich wichtiger an als der Rest der Welt. Auch bei den Ausgaben für Kleidung liegen die Lateinamerikaner im Spitzenfeld weltweit.

In Asia-Pacific steht das Sparen (51%) deutlich vor allen anderen Kriterien an erster Stelle, gleichzeitig ist hier die Geldanlage in Aktien/Investment global betrachtet am wichtigsten (23% versus 10% global).

Europäer geben weltweit am häufigsten Kleidung und Wohnen an
In „good old Europe“ sind die Themen beim Geldausgeben jene von typischen Wohlstandsgesellschaften (siehe Abbildung 3). Man fokussiert sich auch nicht so stark auf ein Thema, was in den teilweise sehr heterogenen Länderergebnissen innerhalb Europas begründet liegt. So liegen in Europa Freizeitaktivitäten (38%), neue Kleidung (38%), Umbaumaßnahmen/Möbel (35%) und Urlaub/Reisen (36%) jeweils über dem globalen Schnitt (siehe Abbildung 3). Die Schweizer liegen dabei sowohl bei Freizeit als auch bei Reisen mit je 51% in Europa deutlich vorne. Spanier (48%) und Italiener (47%) geben ihr Geld am liebsten für Kleidung aus. Schweden (55%) und Dänen (50%) sind die „Umbau- und Möbelkaiser“ Europas. Die Irländer zahlen mit Abstand am liebsten die Schulden zurück (49%), dies ist aber auch in Griechenland (42%) , der Türkei (44%) und Österreich (43%) ein wichtiges Thema, während dieser Wert beim Nachbarn Deutschland nur 17% ausmacht, das ist der europaweit niedrigste Wert. Für Türken (43%), Spanier und Griechen (beide 42%) ist das Thema Technologien wichtiger als dem Rest von Europa.

Schweizer geben ihr Geld am liebsten für Freizeitaktivitäten und Reisen aus. Am seltensten denken sie ans Investieren in Aktien oder Fonds.
Bei Freizeit und Reisen führen die Schweizer die europäische Tabelle an. Je 51% der Befragten geben ihr Geld dafür aus (siehe Abbildung 4). Auch im globalen Vergleich liegt die Schweiz damit weit vorne. Bei Reisen liegt die Schweiz global an zweiter Stelle (siehe Abbildung 5). In Freizeitaktivitäten investieren Schweizer am vierthäufigsten. Nur in Mexiko, Spanien und Argentinien haben Freizeitaktivitäten noch einen höheren Stellenwert als in der Schweiz. An dritter Stelle steht in der Schweiz „Neue Kleidung“ (41%). Gefolgt von „neue Technologien“ (33%).

Am wenigsten investieren Schweizer ihr Geld in Aktien und Fonds und in die Altersvorsorge. Unter dem europäischen Schnitt liegt die Schweiz beim Abzahlen von Krediten, beim Sparen und beim Wohnen. Bei der Altersvorsorge liegt die Schweiz global immer noch an siebter Stelle, trotz geringeren Investitionen.

Diese Resultate werden auch durch die in der letzten Pressemitteilung veröffentlichten Resultate bestätigt. Diese besagen, dass die finanzielle Situation der Schweizer eher besser ist als noch im Mai 2005 und dass Schweizer deshalb weniger sparen und vermehrt bereit sind Anschaffungen zu tätigen.

Zur Methode:
Der globale Consumer Confidence Online Survey -- die von ACNielsen zweimal pro Jahr über das Internet durchgeführte Befragung zum Verbrauchervertrauen – ist die größte weltweit erhobene Studie dieser Art. Sie erfasst das Vertrauen der Konsumenten in die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, ihr Ausgabeverhalten und beabsichtigte Anschaffungen sowie die größten Ängste und Sorgen. An der jüngsten Befragung im November 2005 nahmen über 23.500 regelmäßige Internetnutzer aus 42 Ländern der Regionen Europa, Nord- und Lateinamerika, Asien-Pazifik, Afrika (Südafrika) und Naher Osten (VAE) teil.

Abbildung 1:

 

 

Abbildung 2:

 

 

Abbildung 3:

 

 

Abbildung 4:

 

 

Abbildung 5:

 


Über ACNielsen
ACNielsen, ein Unternehmen der VNU-Gruppe, ist das weltweit führende Marketing-Informationsunternehmen. In über 100 Ländern erfasst und analysiert ACNielsen Marktentwicklungen, Verbrauchereinstellungen und Verbraucherverhalten. Kunden bauen auf die Marktbeobachtung, die Analyse-Instrumente und die professionelle Beratung von ACNielsen wenn es um die Erschliessung neuer Geschäftsmöglichkeiten, die Maximierung der Effizienz ihrer Marketing- und Verkaufskampagnen oder um Wettbewerbsanalyse geht.

Zu den Hauptkunden von ACNielsen zählen weltweit Handelsunternehmen, Markenartikelhersteller und das Dienstleistungsgewerbe. Unternehmensinhaber, Geschäftsführer, Marketing-Manager, Marktforscher und Analysten, Produktentwickler, Produktmanager, Vertriebsleiter, Experten für Handelsbeziehungen sowie Einkäufer und Category Manager nutzen die Dienste von ACNielsen.

Zum Produkt- und Service-Angebot von ACNielsen Schweiz mit Sitz in Buchrain zählen das scanningbasierte Handelspanel MarketTrack, das Haushaltspanel Homescan™, Modeling & Analytical Services, Decision Support und Management Informationssysteme, Merchandising Services sowie Beratung in Category Management Prozessen. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.acnielsen.com oder www.acnielsen.ch.

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