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Buchrain
17. Februar 2006
• 27 Prozent der Schweizer nutzen häufiger öffentliche Verkehrsmittel
• 44 Prozent fahren weniger Auto
• Geringer Spritverbrauch wird zum wichtigen Kaufkriterium
In ganz Europa sehen sich die Menschen gezwungen, ihr Fahrverhalten zu verändern und ihre Lebenshaltungskosten zu senken, um die allerorts rapide steigenden Kraftstoffpreise zu kompensieren. Von den Schweizern fühlen sich 26 Prozent „stark“ durch die gestiegenen Spritpreise beeinträchtigt und 49% ein wenig (siehe Abbildung 1). Für mehr als die Hälfte der Autofahrer in der Schweiz lautet die Konsequenz: Wege und Besorgungen besser koordinieren. Zu diesen Ergebnissen kommt eine globale Online-Studie des führenden Marktforschungsunternehmens ACNielsen, für die per Internet 23.500 Verbraucher in 42 Ländern befragt wurden.
Nachdem in den letzten beiden Jahren auch andernorts ein Rekordhoch das andere jagte, haben sich die Europäer mittlerweile damit abgefunden, dass die Benzinpreise noch weiter steigen oder sich bestenfalls auf dem derzeitigen Niveau einpendeln. Mit rückläufigen Preisen rechnet in naher Zukunft kaum jemand, und ein Großteil der Verbraucher reagiert mit einer Reihe von Anpassungen bei Lebensstil und Fahrgewohnheiten.
Schweizer Verbraucher reagieren mit verschiedenen Sparmethoden
Für Schweizer steht Wege und Besorgungen besser koordinieren ganz oben auf der Liste der Sparmöglichkeiten. Während in Europa nur 37% der Verbraucher diese Sparmöglichkeit nutzen, sind es in der Schweiz 51%. Auf Platz zwei steht mit 44% weniger Auto fahren (Europa 45%). Häufiger öffentliche Verkehrsmittel nutzen folgt auf Rang drei. Bei diesem Punkt liegt die Schweiz mit 27% über dem europäischen Durchschnitt von 20%. Auch Einsparungen bei anderen Lebenshaltungskosten wird mit 22% in der Schweiz wie in Europa häufig genannt. Weitere Sparoptionen sind Car-Sharing, das Verlegen der Fahrten auf verkehrsärmere Zeiten oder sparsameres Auto kaufen (siehe Abbildung 2).
Unterschiedliche Strategien innerhalb Europas
In Österreich nutzen zwei Drittel der Konsumenten ihr Fahrzeug seltener als früher, in Deutschland, Finnland, Italien, den Niederlanden, Frankreich und Belgien sind es immerhin noch mehr als die Hälfte. Außerdem geben über 50 Prozent der Österreicher, Franzosen, Belgier und Schweizer an, ihre Fahrten im Voraus zu planen, um möglichst viele Erledigungen zu kombinieren.
Welche Konsequenzen die Verbraucher konkret aus den explodierenden Treibstoffkosten ziehen, hängt jeweils von den landesspezifischen Gegebenheiten und kulturellen Faktoren ab. „Viele Europäer haben einfach nicht die Möglichkeit, auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen, Fahrten auf verkehrsarme Zeiten zu verlegen oder Car-Sharing zu nutzen. Damit sind Einsparungen bei anderen Lebenshaltungskosten häufig die einzige Alternative, um die Haushaltskasse zu entlasten“, erläutert Bernd Fletschok, Managing Director ACNielsen Schweiz. So beschränken sich 43 Prozent der italienischen und ca. ein Drittel der französischen, griechischen und portugiesischen Konsumenten bei ihren übrigen Ausgaben.
Geringer Spritverbrauch wird zum Kaufkriterium
Sollte sich die Lage im internationalen Ölmarkt weiter verschärfen und die Preisspirale in Europa noch weiter drehen, dürften die Verbraucher künftig zu zusätzlichen Einsparmethoden greifen. Dazu zählt auch der Erwerb sparsamerer Fahrzeuge. „Momentan gilt ein geringer Benzinverbrauch noch als angenehmes Zusatzmerkmal. Wenn die Treibstoffpreise jedoch weiterhin anziehen, wird ein sparsamer Motor bald zum entscheidenden Kaufargument“, kommentiert Fletschok. Bereits jetzt ziehen elf Prozent der Verbraucher in Deutschland und Österreich den Erwerb eines sparsameren Autos in Erwägung. In Großbritannien, Italien, Irland, der Schweiz und Norwegen zwischen acht und zehn Prozent. Damit dürfte dieses Thema für die Automobilindustrie in absehbarer Zeit erheblich an Bedeutung gewinnen.
Abbildung 1:
Abbildung 2:
Über ACNielsen
ACNielsen, ein Unternehmen der VNU-Gruppe, ist das weltweit führende Marketing-Informationsunternehmen. In über 100 Ländern erfasst und analysiert ACNielsen Marktentwicklungen, Verbrauchereinstellungen und Verbraucherverhalten. Kunden bauen auf die Marktbeobachtung, die Analyse-Instrumente und die professionelle Beratung von ACNielsen wenn es um die Erschliessung neuer Geschäftsmöglichkeiten, die Maximierung der Effizienz ihrer Marketing- und Verkaufskampagnen oder um Wettbewerbsanalyse geht.
Zu den Hauptkunden von ACNielsen zählen weltweit Handelsunternehmen, Markenartikelhersteller und das Dienstleistungsgewerbe. Unternehmensinhaber, Geschäftsführer, Marketing-Manager, Marktforscher und Analysten, Produktentwickler, Produktmanager, Vertriebsleiter, Experten für Handelsbeziehungen sowie Einkäufer und Category Manager nutzen die Dienste von ACNielsen.
Zum Produkt- und Service-Angebot von ACNielsen Schweiz mit Sitz in Buchrain zählen das scanningbasierte Handelspanel MarketTrack, das Haushaltspanel Homescan™, Modeling & Analytical Services, Decision Support und Management Informationssysteme, Merchandising Services sowie Beratung in Category Management Prozessen. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.acnielsen.com oder www.acnielsen.ch.
Über VNU
VNU ist ein globales Informations- und Medienunternehmen mit führenden Marktpositionen und anerkannten Marken in den Bereichen Marketing-Information (ACNielsen), Medienforschung und -information (Nielsen Media Research) sowie Business Information (Billboard, The Hollywood Reporter, Computing, Intermediair). VNU ist in mehr als 100 Ländern aktiv, mit Zentralen in Haarlem (Niederlande) und New York (USA). Im Jahr 2004 erwirtschaftete der Konzern mit 38.000 Beschäftigten einen Gesamtumsatz in Höhe von 3,8 Mrd. Euro. VNU ist an der Amsterdamer Euronext-Börse unter dem Kürzel VNU notiert. Weitere Informationen finden Sie auf der VNU-Website: www.vnu.com
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