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Root Längenbold
30. Juli 2007
Der April 2007 war mit 13.3 Grad und rund 280 Stunden Sonneneinstrahlung durchschnittlich 4.2 Grad wärmer und bot rund 130 zusätzliche Stunden direkte Sonneneinstrahlung als der April 2006. Der Juni 2007 verhält sich umgekehrt. Die Durchschnittstemperatur war zwar nur leicht geringer als im Juni 2006, aber die Anzahl Stunden Sonneneinstrahlung lag mit rund 180 ungefähr 80 Stunden unter dem Wert von Juni 2006 (Quelle: Meteo Schweiz). ACNielsen untersuchte anhand dieser beiden Monate verschiedene wetterabhängige Warengruppen und beantwortet die Frage: Wie verhalten sich die Verkäufe von wetterabhängigen Warengruppen im April und im Juni 2007 gegenüber der Vorjahresperiode?
Sonnencrème zeigt die wetterabhängigste Entwicklung
Sonnencrème, Getränke und Glace werden in warmen Monaten mehr gekauft als in Monaten mit niedriger Temperatur oder weniger Sonneneinstrahlung.
Im heissen April 2007 lag der Umsatz bei Getränken (Ice Tea, Mineralwasser, Süssgetränke und alkoholhaltiges Bier) mit knapp 87 Millionen Franken rund 20% über dem Wert der Vorjahresperiode. Am wetterabhängigsten zeigt sich in dieser Warengruppe das alkoholhaltige Bier mit einer positiven Entwicklung von knapp 30% gegenüber April 2006. Im mit wenig Sonnenstrahlen verwöhnten Juni 2007 hat der Umsatz im Getränkebereich gegenüber der Vorjahresperiode hingegen um knapp 6% abgenommen. Der Ice Tea hat mit knapp 12% minus gegenüber Juni 2006 die schlechteste Bilanz zu verzeichnen. Im letzten Jahr (Woche 26/2006 bis 25/2007) wurde im Detailhandel Schweiz mit Getränken ein Umsatz von knapp 983 Millionen Franken erzielt.
Glace entwickelt sich noch stärker wetterabhängig als Getränke. Im April 2007 lag der Umsatz von 28 Millionen Franken 53% höher als im April 2006. Bei Impuls-Produkten wie z.B. Cornets, Lutscher etc. nahm der Umsatz um über 80% zu, während die positive Umsatz-Entwicklung bei Take-Home-Produkten nur bei 14% lag. Im weniger sonnigen Juni 2007 nahm der Umsatz gegenüber der Vorjahresperiode um 15% ab und lag bei gut 30 Millionen Franken. Der Jahresumsatz (Woche 26/2006 bis 25/2007) lag bei 247 Millionen Franken.)
Sonnenschutz liegt mit einem Umsatzplus von 179% im April 2007 gegenüber der Vorjahresperiode an der Spitze der wetterabhängigen Warengruppen. Im April 2007 lag der Umsatz bei 4 Millionen Franken. Auch das Minus von knapp 42% im Juni 2007 gegenüber Juni 2006 zeigt die Wetterabhängigkeit deutlich. Der Jahresumsatz von Sonnenschutz lag im letzen Jahr (Woche 26/2006 bis 25/2007) bei 24 Millionen Franken. (Siehe auch Grafik 1: %-Anteile der einzelnen 4-Wochen-Perioden am Jahresumsatz.)
Bei Schokolade eine umgekehrte Entwicklung
Schokolade zeigt eine entgegengesetzte Tendenz. Bei hohen Temperaturen und viel Sonneneinstrahlung wird weniger Schokolade gegessen. Der durchschnittliche Umsatz über die drei Segmente Tafelschokolade, Countlines und Pralines (ohne Napolitains und Schokoköpfe) nahm im heissen April 2007 gegenüber dem April 2006 rund 7% ab und lag bei 43.5 Millionen Franken. Im Juni 2007, welcher weniger Sonnenstunden zu verzeichnen hat als der Juni 2006, nahm der Schokoladenverkauf durchschnittlich rund 1% zu. Der Jahresumsatz bei Schokolade lag im letzten Jahr (Woche 26/2006 bis 25/2007) bei rund Fr. 711.5 Millionen.
Grafik 1:
Über ACNielsen
ACNielsen, ein Unternehmen von „The Nielsen Company“, ist das weltweit führende Marketing-Informationsunternehmen. In über 100 Ländern erfasst und analysiert ACNielsen Marktentwicklungen, Verbrauchereinstellungen und Verbraucherverhalten. Kunden bauen auf die Marktbeobachtung, die Analyse-Instrumente und die professionelle Beratung von ACNielsen, wenn es um die Erschließung neuer Geschäftsmöglichkeiten, die Maximierung der Effizienz ihrer Marketing- und Verkaufskampagnen oder um Wettbewerbsanalyse geht. Weitere Informationen finden Sie unter www.acnielsen.ch oder www.acnielsen.com.
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