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Root Längenbold
14. August 2007
• 30% aller Konsumenten geben mehr Geld für Schönheitsprodukte aus als je zuvor
• 78% der Schweizer fühlen sich zunehmend unter Druck gut auszusehen
• In Frankreich und in der Schweiz macht man sich für den Partner schön, in Tschechien und Russland sind Äußerlichkeiten speziell bei der Partnersuche wichtig
• Metrosexualität trifft international auf Zustimmung – 82% der Schweizer sind dafür, dass Männer mehr Zeit und Geld in ihr Aussehen investieren
• 92% der Schweizer finden Models zu dünn
Noch nie war gutes Aussehen so wichtig wie heute, noch nie wurde so viel Geld für Schönheitsprodukte ausgegeben. In einer Welt, in der Jugendlichkeit, Glanz und Glamour einen immensen Stellenwert haben, fühlen sich Frauen wie Männer zunehmend unter Druck, sich möglichst perfekt zu präsentieren. Immerhin 30% aller Verbraucherinnen und Verbraucher investieren heute mehr Geld in ihr Äußeres als je zuvor.
Zu diesem Ergebnis kommt die Nielsen Company in einer neuen internationalen Studie. In 46 Ländermärkten in den Regionen Europa, Nordamerika, Lateinamerika und Naher Osten wurden via Internet 25’408 Verbraucher nach ihren Kaufgewohnheiten und Ansichten zum Thema Schönheit gefragt. „Insgesamt hat sich gezeigt, dass in der Milliarden-Dollar-Beautyindustrie nichts auf einen Abschwung hindeutet. Schönheits- und Körperpflegeprodukte sind mittlerweile aus keinem Haushalt mehr wegzudenken”, kommentiert Patrick Dodd, Präsident von ACNielsen Europe.
Kulturelle Herkunft ist offensichtlich der Faktor, der die Haltung zum Thema Schönheit und die entsprechenden Kaufgewohnheiten am stärksten beeinflusst. So belegen ans Mittelmeer angrenzende Länder wie Portugal, Frankreich und Griechenland gemeinsam mit Brasilien durchgängig die vordersten Ränge in Nielsens internationaler Studie:
In Frankreich und Portugal sind mit 85% der Nennungen, die meisten Verbraucherinnen und Verbraucher der Ansicht, dass der Druck gut auszusehen heutzutage um ein vielfaches höher ist als zu Zeiten, als unsere Eltern jung waren. In der Schweiz sind 78% der Befragten dieser Meinung (siehe Grafik 1). Während in Brasilien, Portugal und Griechenland mehr als 75% Wert auf quasi tägliches Styling legen, sind es in der Schweiz lediglich 41%.
Interessant ist die Motivation für ein gepflegtes Auftreten: Während 80% der Griechen und 79% der Franzosen angeben, sich vor allem für ihre Partnerin bzw. ihren Partner schön zu machen, pflegen sich 76% der Tschechen und 65% der Russen vor allem dann besonders, wenn sie sich auf Partnersuche befinden. In der Schweiz machen sich immerhin 60% für den Partner schön, damit liegt die Schweiz in der Mitte. Nur gerade 32% der Schweizer investieren Zeit und Geld in ein Styling, um einen Partner zu finden, dies hat einer der hintersten Ränge für die Schweiz zur Folge.
Was die Entwicklung der Ausgaben für Schönheitsprodukte angeht, toppt Lateinamerika die Liste der Regionen: 42% der Konsumenten dort, gefolgt von 35% in Asien, gestehen, heute mehr für derartige Artikel und Behandlungen auszugeben als in den vergangenen Jahren. Innerhalb Europas ist Spanien Spitzenreiter mit 42%. In der Schweiz geben lediglich 23% an, mehr als zuvor für Schönheitsprodukte auszugeben.
„Die anhaltende Nachfrage der Endverbraucher nach Kosmetika und Körperpflegeprodukten hat den Einzelhandel - Warenhäuser, Supermärkte, Hypermärkte und auch Apotheken - dazu veranlasst, dieser starken Wachstumskategorie mehr Laden- und Regalfläche einzuräumen,” so Dodd.
Wer gut aussieht, fühlt sich gut - die entscheidenden Kaufargumente
„Wir waren äußerst überrascht, dass Menschen in Partnerschaften offensichtlich bereitwilliger Geld in ihr Aussehen investieren als Singles - international sind dies immerhin 56% gegenüber 44%. Für Werber und Vermarkter ist allerdings ein ganz anderes Ergebnis von Bedeutung: 62% der Konsumenten weltweit, in der Schweiz sind es 51%, investieren laut eigener Aussage in Beautyartikel, weil diese ihnen ein gutes Gefühl vermitteln”, sagt Dodd. „In den letzten Jahren werden Schönheits- und Gesundheitsprodukte immer stärker mit Lifestyle und Identität assoziiert. Ein erfolgreiches Marketing basiert auf der Erkenntnis, dass die emotionale Komponente bei der Kaufentscheidung eine wesentliche Rolle spielt. Folglich geht es in diesem hart umkämpften Markt sehr stark auch darum, die Gefühlsebene der Konsumenten anzusprechen und sich dadurch von der Konkurrenz abzuheben.“
Hochwertige und teurer positionierte Produkte werden in der Schweiz nicht als qualitativ besser empfunden
Die als eher „qualitätsbewusst“ bekannten Schweizer stufen teure Kosmetik und Haarprodukte nicht als besser in der Qualität ein als günstigere Alternativen aus dem Massenmarkt. Nur gerade 10% der Schweizer glauben an eine bessere Wirksamkeit von teuren Haarprodukten. 55% stimmen teilweise zu, dass teure Produkte qualitativ besser sind und 35% stimmen gar nicht zu. Damit liegt die Schweiz hinter den Niederlanden an zweiter Stelle (siehe Grafik 2). Auch bei Hautpflegeprodukten und Kosmetika liegt die Schweiz weite vorne bei den Ländern die teure Produkte nicht als besser empfinden als Massenmarktprodukte.
Der metrosexuelle Mann
Was die Studie ebenfalls deutlich zum Ausdruck bringt, ist die hohe Akzeptanz des metrosexuellen Erscheinungsbildes. Das traditionelle maskuline Klischee wird zunehmend unterminiert, und dies allem Anschein nach mit Zustimmung der breiten Weltöffentlichkeit: Während bei vielen anderen Fragen rund um Schönheit signifikante regionale und kulturelle Differenzen zu Tage treten, ist man sich recht einig, wenn es um den „neuen Mann“ geht. Im internationalen Durchschnitt finden es 78% der Verbraucher völlig in Ordnung, wenn Männer Zeit und Geld auf ihr Äußeres verwenden, in der Schweiz sind es 82%. Am positivsten wird der metrosexuelle Trend in Ländern aufgenommen, die sowieso noch nie für Machotum bekannt waren, nämlich in Neuseeland (91%), Dänemark und Südafrika (jeweils 91%) sowie in den USA (84%).
Models sind zu dünn
81% der Bevölkerung weltweit stimmen der Aussage zu, dass Models und viele Schauspielerinnen zu dünn sind. Die Schweiz liegt mit 92% Zustimmung zusammen mit Neuseeland an zweiter Stelle hinter Norwegen (94%). Am wenigsten einverstanden mit dieser Aussage scheint Vietnam mit 59% Zustimmung.
Grafik 1:
Grafik 2:
Über ACNielsen
ACNielsen, ein Unternehmen von „The Nielsen Company“, ist das weltweit führende Marketing-Informationsunternehmen. In über 100 Ländern erfasst und analysiert ACNielsen Marktentwicklungen, Verbrauchereinstellungen und Verbraucherverhalten. Kunden bauen auf die Marktbeobachtung, die Analyse-Instrumente und die professionelle Beratung von ACNielsen, wenn es um die Erschließung neuer Geschäftsmöglichkeiten, die Maximierung der Effizienz ihrer Marketing- und Verkaufskampagnen oder um Wettbewerbsanalyse geht. Weitere Informationen finden Sie unter www.acnielsen.ch oder www.acnielsen.com.
Über The Nielsen Company
The Nielsen Company ist ein globales Informations- und Medienunternehmen mit führenden Marktpositionen und anerkannten Marken in den Bereichen Marketing Information (ACNielsen), Media Information (Nielsen Media Research), Business Publications (Billboard, The Hollywood Reporter, Adweek) und Fachmessen. Mit seinen mehr als 42.000 Beschäftigten ist das Unternehmen in über 100 Ländern aktiv. The Nielsen Company befindet sich in Privatbesitz und verfügt über Zentralen in Haarlem (Niederlande) und New York (USA).
Medienkontakt:
Patrizia Schurr
Communications Executive
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