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Root Längenbold
15. Dezember 2009
- Bereitschaft zum persönlichen Einsatz geht zurück
- Verbraucher sehen den Staat in der Pflicht
Klimaschutz ist dieser Tage nicht nur in Kopenhagen ein wichtiges Thema. Doch die Gewichtung verändert sich: Wohl auch infolge der Wirtschaftskrise haben die Konsumenten offenbar andere Sorgen als den Umweltschutz. Das ergibt eine internationale Nielsen Umfrage unter rund 28.000 Internet-Usern in 54 Ländern.
Nach wie vor machen sich allerdings 72 Prozent der Schweizer Sorgen um die Umwelt. Im internationalen Vergleich zeigt sich, dass die Schweiz damit im Mittelfeld liegt. Weltweit machen sich mehr als drei Viertel (78%) der Befragten Sorgen um die Umwelt. Im europäischen Vergleich sind die Schweizer leicht überdurchschnittlich (71%) besorgt, die Nachbarländer Österreich (66%) und Deutschland (65%) machen sich um die Umwelt weniger Sorgen.
Die Sorgen der Schweizer konzentrieren sich dabei sehr stark auf die Luftverschmutzung (91%), und den Klimawandel (90%). Weitere Aspekte haben bereits deutlichen Abstand. An dritter Stelle steht die Verschmutzung des Wassers (79%), gefolgt vom Verpackungsmüll und der Bodenverschmutzung (jeweils 73%). Auffallend ist, dass der Wille zum persönlichen Engagement sinkt, während der Staat vergleichsweise etwas stärker in die Pflicht genommen wird.
Persönliche Bereitschaft sinkt
Während vor zwei Jahren noch 37 Prozent der schweizerischen Konsumenten meinten, dass die Menschen im Interesse der Umwelt nach Möglichkeit regionale Produkte wie zum Beispiel saisonales Gemüse kaufen sollten, vertreten inzwischen nur noch 29 Prozent diese Ansicht. „Die Wirtschaftskrise hat für viele Konsumenten das Thema Umweltschutz als Top-Thema verdrängt“, erklärt Petra Kacnik, Director Consumer Research, Nielsen Österreich und Schweiz. Beim Einsatz von Energiesparlampen oder energieeffizienten Geräten ist die Zustimmung in der Schweiz von 21 auf 17 Prozent gesunken. Dazu Kacnik: „Hier sieht man einen deutlichen Unterschied zu EU-Ländern: Dort haben die staatlich verordneten Energiesparlampen dazu geführt, dass sich die Konsumenten bei diesem Thema weniger in der Verantwortung sehen, sondern sich auf staatliche Regulierung verlassen. Die Schweiz liegt hier deutlich über dem europäischen Schnitt (13%).“ Aber auch bei der Reduktion persönlicher Autofahrten gibt es einen Rückgang um fünf Prozentpunkte, wohl auch begründet durch gesunkene Treibstoffpreise (siehe Abb. 1).
Staat und Unternehmen weiterhin in der Pflicht
Die Einstellung zu staatlichen Massnahmen hat sich zwar in den letzten zwei Jahren in der Schweiz kaum verändert, durch den Rückgang beim persönlichen Engagement erhält der Staat nun aber deutlich mehr Gewicht. „Ein interessanter Aspekt ist, dass die Schweizer im europäischen Vergleich jedoch deutlich weniger Massnahmen vom Staat erwarten“, ergänzt Kacnik. So sind 30 Prozent der Befragten der Meinung, der Staat solle Projekte zur Erforschung von Umweltschutzmassnahmen initiieren (Europa: 38%). Nur 24 Prozent denken, es solle eine staatliche Begrenzung der CO2-Emissionen für Unternehmen geben (Europa: 37%). Leicht verschlechtert hat sich in der Schweiz die Einstellung zum öffentlichen Verkehr: Waren 2007 noch 23 Prozent der Meinung, der Staat solle in die Verbesserung des öffentlichen Verkehrs investieren, sind es heute 21 Prozent. „Dieser leichte Rückgang ist wohl mit dem bereits sehr gut ausgebauten öffentlichen Verkehr in der Schweiz zu begründen. Grundsätzlich rechnen wir damit, dass die wirtschaftliche Erholung und der Klimagipfel in Kopenhagen dazu beitragen werden, den Klimaschutz im Bewusstsein der Menschen wieder auf einen prominenten Platz zu holen“, so Kacnik. (siehe Abb. 2).
Abbildung 1:

Abbildung 2:

Über The Nielsen Company
The Nielsen Company ist ein führendes globales Informations- und Medienunternehmen, das seinen Kunden weltweit essentielle und integrierte Marketing- und Media-Informationen sowie Analysen und Branchenexpertise zur Verfügung stellt. Nielsen nimmt führende Marktpositionen in den Bereichen Marketing- und Verbraucherinformationen, Media-Informationen zu Fernsehen, Online-, Mobil- und weiteren Medien, Fachmessen sowie Business Publications (Billboard, The Hollywood Reporter, Adweek) ein. Das in Privatbesitz befindliche Unternehmen ist in mehr als 100 Ländern aktiv mit Hauptsitz in New York (USA). Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.nielsen.com sowie zur Schweiz unter www.acnielsen.ch.
Über Nielsen Schweiz
The Nielsen Company (Switzerland) GmbH, ein Unternehmen von „The Nielsen Company“, ist in der Schweiz in Root Längenbold ansässig. Mit dem Detailhandelspanel (Retail Measurement Services) generiert Nielsen Schweiz Informationen über Verkäufe, Marktanteile, Distribution, Preisgestaltung sowie Merchandising- und Promotionsmassnahmen. Mit dem Haushaltspanel (Consumer Panel Services) wird das Kaufverhalten der Verbraucher verfolgt. Zusätzlich zu den Panels bietet Nielsen Schweiz den Kunden hochqualitative Analysen aus den Bereichen Mystery Shopping und Ad hoc-Befragungen (Consumer Research). Nielsen beschäftigt in der Schweiz rund 160 Mitarbeiter. Mehr Informationen finden Sie unter www.acnielsen.ch.
Medienkontakt:
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Tel.: +41 (0)41 445 62 37
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